Zukunft des Wartburg-Hotels wird immer ungewisser
Keine guten Nachrichten vom einstigen Fünf-Sterne-Hotel auf der Wartburg in Eisenach, welches seit der Kündigung des Pachtvertrags mit der Arcona-Gruppe Anfang des Jahres geschlossen ist. Der Beirat der verantwortlichen Stiftung diskutiert inzwischen mehrere Nutzungsvarianten, möglicherweise wird es künftig keinen Hotelbetrieb mehr geben.

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Die Zukunft des Hotelbetriebs auf der Wartburg ist weiter ungewiss
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In diesem Zusammenhang wurde bereits eine Umnutzung des Hotels als Depot von der Wartburg-Stiftung diskutiert, schließlich aber wieder verworfen. Stattdessen werden nun weitere, alternative Nutzungsoptionen geprüft, darunter eine reine gastronomische Nutzung oder die Weiternutzung als Hotel in Kombination mit Gastronomie, wie die Thüringer Allgemeine (Abo) berichtet.
Eine endgültige Entscheidung über die künftige Nutzung stehe noch aus, da die dafür notwendigen Investitionen wohl nur bei einer positiven Wirtschaftlichkeitsberechnung erfolgen. Weitere Untersuchungen und rechtliche Klärungen seien dazu noch notwendig, heißt es.
Der hohe Sanierungsstau war auch einer der Streitpunkte zwischen dem Pächter Arcona und der Stiftung. Die erfolgte Kündigung wird demnächst noch ein juristisches Nachspiel haben, wie Arcona-Geschäftsführer Alexander Winter Anfang Juli gegenüber Hotel vor9 erklärte.
Der Stiftungsrat hat laut Thüringer Allgemeine immerhin erste Sicherungsmaßnahmen am Gebäude genehmigt und hierfür fünf Millionen Euro aus dem Fördertopf der Thüringer Staatskanzlei bereitgestellt. Doch diese Summe dürfte nicht ausreichen, um die Anlage auch langfristig wieder als Hotel nutzen zu können.
Aufgrund der Unsicherheiten hat man sich daher in Eisenach erst einmal vertagt. Die Frage der zukünftigen Nutzung des Hotels soll dann in der nächsten Sitzung des Stiftungsrats am 12. November erneut thematisiert werden. Die eigentlich vorgesehene Wiedereröffnung als Hotel im Sommer 2025 rückt damit wohl in weite Ferne.
Pascal Brückmann