Denkfabrik: 15 Euro Mindestlohn frühestens ab 2028
Die Denkfabrik Zukunft der Gastwelt (DZG) befürchtet, dass die angekündigte Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro bis 2026 alle von einer neuen CDU-SPD-Koalition beschlossenen Entlastungen für die Gastwelt sofort wieder auffressen könnte. Eine Erhöhung des Mindestlohns um 17 Prozent in einem Schritt sprenge die finanziellen Möglichkeiten der vielen personalintensiven Betriebe, so die DZG.

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DZG will eine Erhöhung des Mindestlohns auf 15 Euro frühestens ab 2028
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Die DZG schlägt vor, die Erhöhung des Mindestlohns frühstens 2028 umzusetzen, zumal die letzten Lohnerhöhungsrunden, je nach Bundesland, zwischen zehn und 18 Prozent ausgefallen sind. "Nur durch eine Beruhigung der Kostenentwicklung können die in Aussicht gestellten Entlastungsmaßnahmen überhaupt wirken", sagt Marcel Klinge, Vorstandsvorsitzender der DZG.
Politisch festgelegter Mindestlohn unter Beteiligung von CDU und CSU
Die DZG kritisiert die erneute politische Festlegung des Mindestlohns. Seit seiner Einführung 2015 ist dieser bereits um 50 Prozent gestiegen – deutlich stärker als Inflation und Tariflöhne in vielen Bereichen der deutschen Wirtschaft. Bis auf die Erhöhung durch die Ampel-Regierung im Jahr 2022 wurde die Anpassung stets durch die Mindestlohnkommission vorgenommen, die wirtschaftliche Stabilität und faire Wettbewerbsbedingungen mitberücksichtigt. "Dass nun ausgerechnet CDU und CSU einen politisch festgelegten Mindestlohn mit propagieren, ist kontraproduktiv und belastet die ohnehin mit massiven Arbeitskräfteproblemen ausgestattete Gastwelt weiter", unterstreichen Klinge und Dorint-Aufsichtsratschef Dirk Iserlohe.