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5. April 2025 | 23:09 Uhr
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Der Aufbruch vom Familienbetrieb auf den eigenen Weg

Asena Galioglu (Foto) hat die Hotellerie quasi mit der Muttermilch aufgesogen. Bereits als junges Mädchen machte sie ihre ersten Erfahrungen und hat das Geschäft von der Pike auf gelernt. Sie hätte im Hotel ihres Vaters bleiben und irgendwann das Geschäft übernehmen können. Doch die 22-Jährige entschied sich anders. Wie und warum, erzählt sie im Gastbeitrag für Hotel vor9.

Asena Galioglu Foto Asena Galioglu

Asena Galioglu schnupperte in jungen Jahren die erste Hotelluft

Vom Housekeeping zum Sales Manager – warum ich den Familienbetrieb verließ

Meine Reise in die Hotellerie begann schon früh. Als mein Vater zwei Hotels in Wiesbaden eröffnete, war ich gerade in der 5. Klasse. Um mir in den Sommerferien etwas Taschengeld zu verdienen, half ich im Housekeeping mit – Betten abziehen, Handtücher falten. Später wechselte ich an die Rezeption und übernahm nach und nach mehr Verantwortung.

Während des Studiums stand ich oft vor der Frage: Bleibe ich im Familienbetrieb oder gehe ich meinen eigenen Weg? Viele würden erwarten, dass man nach dem Studium direkt in das Unternehmen der Familie einsteigt, es übernimmt und für immer bleibt. Doch genau hier lag meine Herausforderung – und meine Entscheidung.

Familienbetrieb: Ein Privileg, aber auch eine große Verantwortung

Arbeiten im Familienunternehmen wird oft unterschätzt. Außenstehende denken oft: „Du arbeitest ja nur bei deinem Vater, das ist bestimmt entspannter.“ Doch was viele nicht sehen: Man trägt oft mehr Verantwortung als ein externer Mitarbeiter. Man will nicht nur gut arbeiten, sondern auch die Familie stolz machen und das Unternehmen voranbringen. Man steckt viel mehr Mühe und Zeit hinein, als es ein normaler Job erfordern würde.

Diese große Verantwortung hat mir aber auch geholfen, mich weiterzuentwickeln. Ich habe das Hotel schließlich immer öfter komplett alleine gemanagt, wenn die Geschäftsführung im Urlaub war. Doch nach fünf Jahren im selben Betrieb, kam ich an einen Punkt, an dem ich merkte: Ich lerne nicht mehr so viel Neues wie früher. Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern, aber ich wollte meinen Horizont erweitern, neue Abläufe kennenlernen, mich weiterentwickeln.

Warum Motel One? Und wie sieht meine Zukunft aus?

Also entschied ich mich, den Schritt aus dem Familienbetrieb zu wagen. Ich bewarb mich gezielt bei großen Hotelketten, um eine neue Perspektive zu bekommen. Motel One stand anfangs gar nicht auf meiner Liste, weil es in Wiesbaden und Frankfurt nur Rezeptionisten-Stellen gab – und ich wollte eine Management-Position. Doch dann kam der Anruf: Die Sales Manager-Position war kurzfristig frei geworden. Zwei Tage später hatte ich das Bewerbungsgespräch, zwei Tage danach den Vertrag unterschrieben, und 15 Tage später saß ich an meinem neuen Schreibtisch.

Jetzt, acht Monate später, kann ich sagen: Es war die beste Entscheidung. Ich habe so viel Neues gelernt, die Arbeit macht Spaß, und das Team ist großartig. Motel One bietet mir außerdem langfristig tolle Entwicklungsmöglichkeiten – ich sehe hier eine echte Karriereperspektive.

Und was bringt die Zukunft?

Wohin mein Weg führt, weiß ich noch nicht genau. Vielleicht kehre ich mit mehr Wissen und Erfahrung in ein paar Jahren in den Familienbetrieb zurück. Vielleicht eröffne ich irgendwann mein eigenes Hotel. Oder ich wachse weiter bei Motel One.

Eins ist sicher: Ich bleibe in der Hotellerie – und ich bleibe neugierig.

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