Club Med mit soliden Zahlen für 2024 und positivem Ausblick
Club Med hat 2024 den Umsatz um sieben Prozent gesteigert und das Geschäft weiter auf Premiumresorts umgestellt. Besonders das Skigeschäft wuchs kräftig. Auch für das erste Halbjahr 2025 lägen die Buchungen über Vorjahresniveau, so der Clubanbieter. Neue Resorts in Asien und Afrika sollen weiteres Wachstum sichern.

Club Med
Club Med, hier die Anlage Charlevoix im kanadischen Québec, setzt verstärkt auf Skiclubs
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Club Med hat 2024 mit einem Umsatz von 2,1 Milliarden Euro abgeschlossen. Das entspricht einem Wachstum von sieben Prozent gegenüber dem Vorjahr bei konstanten Wechselkursen. Das operative Ergebnis blieb stabil bei 174 Millionen Euro, ebenso wie das Ebitda mit rund 390 Millionen Euro.
Rund 1,5 Millionen Gäste verbrachten laut Bilanz ihren Urlaub in einem Club-Med-Resort – das entspricht etwa der Zahl des Vorjahres. Die durchschnittliche Auslastung habe bei 75 Prozent gelegen. Der durchschnittliche Tagespreis sei um sieben Prozent auf 232 Euro gestiegen.
Skigeschäft als Wachstumstreiber
Besonders deutlich wuchs nach Angaben des Unternehmens das Geschäft mit Bergresorts. Sowohl im Winter- als auch im Sommersegment habe der Umsatz im Vergleich zu 2023 um 20 Prozent zugelegt. Skigebiete machten damit mehr als ein Drittel des Gesamtumsatzes aus.
Seit April 2024 definiert Club Med seine Anlagen ausschließlich als Premium- oder "Exclusive-Collection"-Resorts. Die letzten verbleibenden "Drei-Trident"-Anlagen wurden geschlossen oder aufgewertet. Zur Exclusive Collection gehören inzwischen 20 Anlagen. Der Umsatz in diesem Segment stieg laut Unternehmen um acht Prozent, der Tagespreis um fünf Prozent.
Regionen mit positiver Entwicklung
In Europa und Afrika wuchs der Umsatz um fünf Prozent laut Club Med auf 1,25 Milliarden Euro. Frankreich bleibt der wichtigste Markt, Deutschland liegt insgesamt nicht unter den Top-Five-Märkten und wird nicht gesondert ausgewiesen.
Für das erste Halbjahr 2025 verzeichnet Club Med nach eigenen Angaben ein Buchungsplus von 5,7 Prozent. Besonders stark seien die Zuwächse in Amerika mit knapp 13 Prozent. Auch für das zweite Halbjahr rechne das Unternehmen mit zweistelligem Wachstum, heißt es – vor allem dank früher Buchungen für Bergdestinationen. Neue Resorts sind 2025 in Borneo und 2026 in Südafrika geplant.
Feingemacht für den Verkauf?
Um den Clubanbieter, der dem chinesischen Mischkonzern und früheren Thomas-Cook-Gesellschafter Fosun gehört, ranken sich seit mehr als einem Jahr Verkaufsgerüchte. Im Februar 2024 berichtete die Nachrichtenagentur Reuters, dass Fosun den Verkauf einer Minderheitsbeteiligung an Club Med prüfe und dabei eine Bewertung von 800 Millionen US-Dollar für das gesamte Unternehmen anstrebe.
Im September 2024 hatte Fosun nach Informationen der Agentur Bloomberg erklärt, offen für Gespräche über den Verkauf von Minderheitsbeteiligungen an seinem Tourismussektor, einschließlich Club Med, zu sein, um strategische Partnerschaften einzugehen. Im Dezember gab Fosun bekannt, die Tourismussparte von der Börse nehmen zu wollen. Dies geschah durch ein Angebot zum Rückkauf der verbleibenden Aktien. Anzeichen dafür, dass Fosun seine Beteiligung an Club Med strategisch überprüft, gibt es also reichlich.
Christian Schmicke